Nach ihrer Präsidenten-Premiere im vergangenen Jahr führen Christoph Braunisch, René Kohlenberg und Steffen Rockel wortgewandt und witzig durch das Programm der BKS-Pfarrsitzungen. Zur Begrüßung weisen sie auf ihr Vorhaben hin, auf jeden Fall länger als Holle (Jürgen Kempf) im Amt zu bleiben, „ihr habt uns jetzt an der Backe“, so René Kohlenberg. Die Drei präsentieren abwechselnd ein Programm mit 11 Nummern.

Gemeinsam mit dem Projektchor, der sich eigens für den Auftritt gefunden hat ziehen sie zu „Gute Zeit“ von Cat Ballou ins Jugendheim ein. Unter Leitung von Norman Kunz präsentieren 29 gut aufgelegte Sänger:innen „Für die Liebe nicht“ von Lupo und „Stääne“ von den Klüngelköpp. 

Im Prolog kommentiert Stefan Wißkirchen das Siedlungsgeschehen des letzten Jahres. Dabei rückt er das vielfältige Ehrenamt in den Mittelpunkt. Gleich zu Beginn gibt es Lob für das neue Orga-Team der Pfarrsitzungen, „das für frischen Wind und neue Ideen sorgt“. Auch die Präsidenten erhalten gute Noten. Anschließend erinnert er an Veranstaltungen, die von den verschiedenen Gruppierungen organisiert wurden. Auch für die jüngste Investition des Fördervereins, den Einbau eines direkten Zugangs von außen für den Clubraum, findet der Redner anerkennende Worte. Insbesondere hebt er hierbei die großzügige Spendenverdopplungsaktion der Bethe-Stiftung hervor. 

Natürlich darf auch das Kinderdreigestirn auf der Pfarrsitzung nicht fehlen! Wie schon zu den Kindersitzungen, liefern die Drei wieder einen professionellen Auftritt ab und erhalten dafür tosenden Applaus des Publikums. Prinz Theo Rösner, Bauer Matti Mihlan und Emily Schürkes als Jungfrau „münzen“ das aktuelle Sessionsmotto „Alaaf-Mer dun et för Kölle“ auf die BKS um.

Ohne die ehrenamtlich Aktiven würde es viele liebgewonnene Veranstaltungen nicht geben. 

Begleitet wird das Trifolium von den Kölschen Originalen der Kindersitzung, unter Leitung von Eileen Neumann. 

„Hurra, hurra, der liebe Jung ist wieder da“, intoniert die Kapelle, als Jürgen Kempf nach einjähriger Abstinenz von der Pfarrsitzung wieder die Bühne betritt. Die Präsidentenrolle hat er gegen die eines Redners getauscht. Souverän und gut vorbereitet bietet er dem Publikum einen kurzweiligen Vortrag. 

„Als in die Jahre gekommen“ präsentieren sich die „6 lustigen 5“. Angesagt als Ersatznummer „Turnen bis zur Urne“ simulieren sie allerlei körperliche Gebrechen und brauchen „ewig“, bis sie endlich die Bühne zu „Achterbahn“ der Bläck Fööss erreichen. Dort gibt es dann dezente altersgemäße Bewegung. Lena Oeser probte die Nummer ein, die auch mit kölschen Liedern überzeugt, darunter „Oma Schmitz kann Karate“. Das Publikum findet die Nummer witzig und fordert eine Zugabe, die prompt zur „Karnevalsmaus“ von Druckluft „geliefert“ wird. 

Das „BKS-Fernsehballet“ mit zehn Tänzerinnen zeigt sich in modisch schickem Outfit. Stark die stimmige Choreographie zu „Dancing Queen“ von Abba und „Let’s get loud“ von Jennifer Lopez. Überzeugend auch die einstudierten Bewegungsabläufe und die Ausstrahlung der Tänzerinnen.

„Vatter un Son“, Mika und Christoph Braunisch, feiern nach der Premiere im vergangenen Jahr erneut einen gelungenen Auftritt, bei dem genaues Hinhören Pflicht ist, um die Pointen zu verstehen. Gekonnt variieren Satz- und Wortspiele. Sagt der Vater zum Sohn: „Deine Schwester hat sich zu Weihnachten ein Pony gewünscht“, worauf der Sohn antwortet: „Ist doch mal eine Abwechselung, bisher gab es immer nur Gans“. 

Traditionell geht vor der Pause geplant das Licht aus! Langjährige Besucher:innen wissen, dass nun die Schwatzpänz ihre Schwarzlichtnummer präsentieren. In zum besonderen Licht passenden Kostümierungen sorgt die Truppe für etliche Aha-Effekte. Jahr für Jahr lässt sich das befreundete Familienteam Girod, Graeske, Kempf/Oehl, Schmidt und Wirz tolle Choreografien einfallen, mit stimmiger Musikuntermalung. Dieses Mal wird die Geschichte der „Kölner Heinzelmännchen“ erzählt. Sie schaffen Unglaubliches und sorgen dafür, dass die Kölner Oper tatsächlich fertig wird. 

Souveräner Auftritt des KjG-Dreigestirns

Es dürfte das jüngste „große“ Siedlungsdreigestirn aller Zeiten sein, gestellt in diesem Jahr durch die KjG. Traditionell hat es nach der Pause seinen großen Auftritt. Gemeinsam mit der Tanzgruppe der „Ahle Kölsche Originale“ ziehen sie ins Jugendheim ein, stürmisch begrüßt vom begeisterten Publikum. An der Spitze Prinz Fabio Müller, Bauer ist Kim Djigoma M’Beh und Jungfrau ist Adrian Bodemer. Die drei sind alle 19 Jahre jung und haben sich erst im Dezember auf Anfrage des Orgateams entschieden, die Rolle des Dreigestirns zu übernehmen. Zur Melodie des Songs von Mark Foster „Chöre“ präsentieren sie einen neuen Text und sorgen dafür, dass der Saal jeden Refrain lautstark mitsingt. Klasse die Zugabe: Beim weltbekannten Song von den Champs aus dem Jahre 1958 heißt es im Refrain „Tequila“, das Dreigestirn singt stattdessen ganz cool „Kölsch“. 

Mit sechs Päärchen überzeugen die „Ahle Kölsch Originale“ auf ganzer Linie mit „Copacabana“ von den Klüngelköpp, „Beim Toni aan d’r Ihsbud“ von den Paveiern, jetzt gesungen von den Bläck Fööss sowie dem „Hellste Stään“ von Brings. Die „Handschrift“ von Eileen Neumann, die das Ganze einstudiert hat, ist deutlich sichtbar. Professionell mit viel Ausstrahlung stehen die Tänzer:innen auf der Bühne. 

Die Band „Klabautermänner“ mit Heiko (Gitarre) und Helena Mutschke (Key-Board), Lena van Betteraey (Bassgitarre), Lorenzo Tobar (Sologitarre) und Max Triller (Schlagzeug) kommt beim Publikum gut an. Toll ihr Lied „Hey Köln“. Spätestens beim bekannten Lied der Sportfreunde Stiller „Ein Kompliment“ groovt der ganze Saal mit. Ohne Zugabe, hier wird der „Wolkeplatz“ von Miljö gespielt, kommt die Band nicht von der Bühne. Ein rundum gelungener Auftritt! 

Spätestens beim Auftritt der „Klabautermänner“ ist es unüberhörbar: die Soundanlage des Jugendheims ist erneut verbessert worden. Die vorhandene Anlage wurde um zwei Subwoofer und zwei Monitorboxen erweitert, um das technisch hohe Niveau des vorhandenen Equipements abzusichern. Bislang musste zu den verschiedenen Karnevalsterminen zusätzliches Boxenmaterial angemietet werden, was nunmehr entfällt. 

Der Auftritt der „Disco Girls“, ist ein besonderer. Zu recht bilden sie den Abschluss des Programms. Mit enormer Ausstrahlung und tänzerischem Können performen sie vollends. Eileen Neumann, die mit der hochmotivierten Truppe die Tänze einstudiert hat, ist stolz auf „ihre“ Jungs. Überzeugend schon der Einzug. Als Affen verkleidet entern sie zu „Stadtaffe“ von Peter Fox den Saal. In „gewagten“ Outfits gibt es die lautstark geforderte Zugabe „Tanze Samba mit mir“. 

Dank an alle Helfer:innen

Eine Umbauphase nutzen die Präsidenten, um sich bei allen Aktiven, der Kapelle, dem Team in der Küche, den Fotografen und der Technikcrew zu bedanken. Lässt man die Sitzung Revue passieren wird schnell klar, dass das neue Orgateam auch im zweiten Anlauf „geliefert hat“. Steffi und Peter Erkens, Steffi und Markus John, Dani und René Kalok, Michael Montes, Christian Müller, Michael Nübold sowie Anja und Stefan Wißkirchen werden dafür vom Publikum mit viel Applaus belohnt. 

Alfred Kohlenberg

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