- Alicia Neumann führt souverän durchs Programm
- Paula Hermann und Matti Mihlan übernehmen das Präsidium ab 2027
Einmal mehr präsentiert sich das Jugendheim als Zentrum des Veedelfastelovends. Dabei bilden die Kindersitzungen traditionell den Auftakt der vielfältigen Karnevalsaktivitäten. Beide Veranstaltungen sind ausverkauft.
„Der Wunsch, sich aktiv zu beteiligen ist groß und die Kreativität der Kinder ist toll“, schwärmen Eileen, Monika und Jürgen Neumann als Organisator:innen. Sie heben hervor, dass sie auf einen großen Kreis von Helfer:innen zurückgreifen können. 106 Kinder stemmen ein Programm mit 12 Nummern, das beim ideenreich kostümierten Publikum bestens ankommt. Alicia Neumann präsidiert an ihrem 19. Geburtstag zum letzten Mal. Entspannt und souverän kündigt sie die Nummern an.
Noch vor der Beginn der Sitzungen gibt es durch Jonna Erkens, Lina Hermann und Luisa Kalok organisatorische Hinweise zum Ablauf, zur Bewirtung in der Pause, zum Ersthelfer Klaus und zu den Notausgängen in zwei „Sprachen“, Kölsch und Hochdeutsch.
Positive Stimmung verbreitet der Elferrat, der auch tänzerisch überzeugt. Annika Dragun, Mara Erkens, Hanna Grewe, Pia John, Leni und Lotta Kalok, Milena Kratzheller, Helena Mutschke, Ronja Saalfeld und Lea Wißkirchen animieren geschickt das Publikum zum Mitmachen.
Den Sitzungs-Auftakt bilden traditionell die Mariechen mit Prinz Phil der Gemeinschafts-grundschule Ricarda-Huch (GGS) aus Köln-Stammheim mit ihrem Tanz. Es ist schon Tradition, dass die benachbarte Schule als Gast an der BKS-Veranstaltung teilnimmt.
Schwimmbadatmosphäre verbreiten zehn Pänz des BKS-Kindergartens „Siedlungsstrolche“. Die Vier- bis Sechsjährigen kommen mit Badekappen, Duschhauben und in Bademänteln auf die Bühne und tanzen zu „Splish Splash“, einem uralten Song von Bobby Darin.
16 Kids präsentieren eine peppige Nummer als „Radau&Remmi-Demmi-Pänz“. Taktsicher trommeln sie auf orangefarbenen Eimern und singen dazu: „alles im Eimer, Instrumente braucht keiner“. Die Kinder animieren das Publikum zum Mitmachen und das kommt gut an. Abwechselungsreich gestaltet sich die Zugabe. Nach dem ruhigen „Ding Südkurv“ wird es mit „Stadt mit K“, beides von Kasalla, rockig.
Kaum das mit dem Aufbau der Kulissen begonnen wird, wissen die Kinder, dass nun der „Karnevalszirkus“ Einzug hält. Gleich zu Beginn wird ein rot-weißer FC-Schal vermisst, der später durch die Detektivin Leya wiedergefunden wird. Locker präsentiert sie gemeinsam mit Noemi eine Zaubernummer. Fasziniert folgen die Allerkleinsten in den ersten Reihen den einzelnen Auftritten, die von Zirkusdirektor Moritz angekündigt werden. Besonders die Nachwuchs-Clowns Merle und Noah erhalten viel Applaus, ebenso wie die Diabolodarbietungen von Levi und Jona mit optischen Lichteffekten. Begeistert werden die Prinzessinnen Ava, Leoni und Paula zum stimmigen Lied der „Höhner”, gefeiert. Stadionatmosphäre pur gibt es beim Einzug der jungen FC-Fans.
Die 10 Mädchen der „Luzerner Dänz Pänz“, allesamt Schülerinnen der 1. und 2. Klasse der GS Luzerner Weg in der BKS, tanzen als Mäuse verkleidet zur angesagten „Karnevalsmaus“ von „Druckluft“. Als Zugabe wird zu „Gute Laune“ der „Großstadtengel“ performt. Die Kinder hatten sich selbst überlegt, dazu eine Pyramide einzustudieren. Damit die Nummer funktioniert wurde über viele Wochen eifrig geprobt.
Ein Klassiker im Programm ist die Schwarzlichtnummer. Im 3. Jahr ihres Bestehens haben sich die „Lichtgestalten“ einiges einfallen lassen, um das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Die zehn Kinder und Jugendlichen überraschen mit tollen Effekten, die das besondere Licht ermöglicht. Als „Stickmen“ (Strichmännchen) bringen sie das Publikum mit bunten Leuchteffekten zum Staunen.
Im letzten Jahr waren sie die Überraschungsnummer der Kindersitzung. Und auch dieses Mal finden sie sofort die volle Aufmerksamkeit des Publikums. Die „BKS-Gangster“ Luis und Vicky Hellendahl, Nele und Noah Flockenhaus sowie Zoe Hermann erobern blitzschnell die Bühne und klären ruckzuck einen Entführungsfall. Dafür ernten sie viel Applaus. Passend dazu wird ein Song aus der Kinderserie „Die Pfefferkörner“ gespielt.
Dreigestirn lobt ehrenamtliches Engagement in der BKS
Höhepunkt ist der Auftritt des Kinderdreigestirns: Prinz ist Theo Rösner (8 Jahre), Bauer ist Matti Mihlan (10 Jahre) und Jungfrau ist Emily Schürkes (11Jahre). Gemäß dem offiziellen Sessionsmotto „Alaaf – Mer dun et för Kölle“ loben sie die vielen ehrenamtlichen Helfer:innen, auch über den Fastelovend hinaus, die in der BKS aktiv sind. Ohne die tatkräftige Unterstützung Vieler gäbe es in der BKS etliche liebgewonnene Feste längst nicht mehr. Namentlich erinnert das Dreigestirn an das alljährliche Pfarrfest mit toller Hüpfburg, an das Weihnachtsdorf mit Kinderkarussell, an die Bücherei, hier gibt es sogar Tonies sowie an den Garagenflohmarkt, wo man allerhand gebrauchte Schätze kaufen kann. Bauer Matti meint allerdings, „dort überall nur leckere Waffeln zu essen“. Besonderer Dank gilt Familie Neumann, die sich seit Jahren um die Organisation der Kindersitzung kümmert. Zur Zugabe wird ein großes Banner mit „Alaaf mer dun et für de BKS“ ausgerollt. Das Lied „Du bes Kölle“ von Tommy Engel wird zu „Du bes Siedlung“ umgetextet.
Fester Bestandteil der Kindersitzungen sind die Kölschen Originale. Mit tollen Tänzen überzeugen sie zu aktuellen Fastelovendhits. In zwei Formationen sind sie am Start. 9 Pärchen tanzen bei den „klassischen“ Kölschen Originalen zu „Kölsche Galaxie“ von Zesamm, der aufstrebenden Band aus der Nachbarschaft Flittard, zu „Konfettirään“ von den Paveiern und zu „Adios Amigos“ von Kasalla. Zur frenetisch geforderten Zugabe „Wenn et einmal läuf“ von Brings gibt die Truppe noch einmal alles. Eileen Neumann, die eine engagierte Truppe um sich versammelt hat und diese mit Enthusiasmus trainiert, „ist wirklich unfassbar stolz, wieder so Viele auf die Bühne bringen zu dürfen“. Die jüngere Formation, hier sind es 8 Pärchen, tanzen zu „Superheld“ von Miljö sowie „Papajei“ von Stadtrand und zeigen, dass man sich um Nachwuchstänzer:innen keine Sorgen machen muss.
Er ist schon Stammgast bei der Kindersitzung: Matti Mihlan präsentiert sich in einer rot-weißen Bütt als „Witzeschule“ und erzählt vom zurückliegenden Schulwechsel, um anschließend souverän einen Witz nach dem anderen zu präsentieren. Als der Lehrer ihn fragt, warum er zu spät kommt, meint er, „das Beste kommt immer zum Schluß“.
Zum Top-Hit von Eldorado „Verlieb’ dich nie“ tanzen die „Mädche met d’r Strüßjer“. Die drei Freundinnen zwischen 11 und 18 Jahren haben die Tänze gemeinsam einstudiert. Die Performance zum aktuellen Sessionshit von Druckluft „Karnevalsmaus“ kommt bestens an, ebenso wie der Tanz zum Räuber-Song „Weil mer Kölsche sin“. Zum Einzug werden Blumen verteilt.
Stolz ist der Arbeitskreis auf seine Kapelle. „Wir sind Franz Mihlan zu Dank verpflichtet, denn er schafft es immer wieder, tolle Musiker:innen für die Veranstaltungen zu gewinnen“, so Alfred Kohlenberg. Unter Leitung Mihlans (Alt Saxophon) spielen, Mika Braunisch (Schlagzeug), Marion Müller (Trompete), Carl Müller-Platz (Trompete), Guido Völlmar (E-Bass), Marie Theres Windisch (Tenor Saxophon) und Oliver Wöbbeking (Keyboard).
Paula Hermann und Matti Mihlan übernehmen das Präsidium ab 2027
Während der Aftershowparty greift Präsidentin Alicia dann zum Mikro, um ihren Rücktritt anzukündigen. Bewusst wählt sie diesen „kleineren“ Rahmen, um zuerst alle Künstler:innen und Helfer:innen zu informieren. Ab nächster Session werden Paula Hermann und Matti Mihlan als Doppelspitze die Kindersitzungen leiten. Ob Alicia nicht doch noch ein bisschen mitmischt, lässt sie offen.
Ohne die große Schar von Helfer:innen, die im Hintergrund mitorganisieren und mitgestalten ist eine solch’ professionell inszenierte Veranstaltung nicht möglich. Für den richtigen Ton sorgt Meike, für stimmiges Licht Jan-Niklas, zur Bühnen-Crew gehören Ilias, Janne, Luis, Melanie und Wiebke. „Bleibende Erinnerungen“ sichern Julia und Christoph John.
Alfred Kohlenberg
